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Metropolitan Cathedral Guide

Metropolitan Cathedral Guide

Warum wird die Metropolitan Cathedral "Paddy's Wigwam" genannt?

Der Spitzname kommt von ihrer markanten kegelförmigen, zeltartigen Form, kombiniert mit einem Verweis auf Liverpools große katholisch-irische Gemeinschaft ("Paddy" ist eine informelle, manchmal augenzwinkernde Bezeichnung für eine irische Person). Er wurde von Liverpudlians kurz nach der Eröffnung der Kathedrale 1967 liebevoll geprägt und ist seither geblieben, sogar in offiziellem Tourismusmaterial verwendet, obwohl er informell klingt.

Eine Kathedrale mit ungewöhnlicher Vorgeschichte

Die Metropolitan Cathedral of Christ the King, allgemein bekannt unter ihrem liebevollen lokalen Spitznamen “Paddy’s Wigwam”, ist eines der markantesten Sakralgebäude Großbritanniens — eine runde, kegelförmige Struktur, gekrönt von einem kronenartigen Laternenturm, erbaut zwischen 1962 und 1967 nach einem Entwurf von Frederick Gibberd. Der Name verweist sowohl auf ihre zeltartige Form als auch auf Liverpools bedeutendes katholisch-irisches Erbe, und er wird so weit verbreitet verwendet (auch in lokalem Tourismusmaterial), dass viele Besucher den offiziellen Namen nie erfahren. Was die meisten Erstbesucher nicht wissen: Die Kathedrale steht direkt über einem völlig anderen, viel grandioseren Gebäude, das nie fertiggestellt wurde.

WoHope Street, Stadtzentrum, direkt neben dem Knowledge Quarter
KostenHauptkathedrale kostenlos; Lutyens-Krypta für ein paar Pfund
Zeitbedarf30-45 Minuten für die Kathedrale; für die Krypta weitere 30-45 Minuten einplanen
AnreiseEtwa 15-20 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Lime Street
Beste ZeitWerktags vormittags, außerhalb der Gottesdienstzeiten

Die Lutyens-Krypta — die Kathedrale, die fast entstanden wäre

In den 1930er-Jahren wurde der gefeierte Architekt Edwin Lutyens beauftragt, eine gewaltige Kuppelkathedrale zu entwerfen, die mit dem Petersdom in Rom konkurrieren sollte — ein Projekt von enormem Ehrgeiz für eine britische Stadt. Der Bau begann, aber nur die Krypta wurde fertiggestellt, bevor der Zweite Weltkrieg die Arbeiten stoppte, und als die Prioritäten des Wiederaufbaus nach dem Krieg abgewogen wurden, erwies sich das schiere Ausmaß und die Kosten von Lutyens’ vollständigem Entwurf (der eine der größten je gebauten Kathedralen gewesen wäre) als unbezahlbar.

Statt den Standort aufzugeben, beauftragte die Diözese Frederick Gibberd mit einem kleineren, realisierbaren Entwurf, der zur heutigen Kathedrale wurde — direkt auf der fertiggestellten Lutyens-Krypta errichtet. Die Krypta selbst, separat für wenige Pfund zu besichtigen, ist den Umweg wert: Es ist ein stimmungsvoller, höhlenartiger Backsteinraum, der einen echten Eindruck vom ursprünglich von Lutyens beabsichtigten Ausmaß vermittelt, zusammen mit einer kleinen Ausstellung zur zweistufigen Baugeschichte der Kathedrale.

Im Inneren der heutigen Kathedrale

Der runde Grundriss des Gebäudes zentriert den Gottesdienst um einen einzigen, von jedem Sitzplatz aus sichtbaren Altar — ein bewusst moderner Ansatz für liturgischen Raum im Vergleich zu den langen Prozessionsschiffen traditioneller Kathedralen. Der Laternenturm darüber ist mit abstrakten Glasfenstern der Künstler John Piper und Patrick Reyntiens gefüllt, und die Wirkung an einem sonnigen Tag ist eindrucksvoll — Strahlen aus Blau, Rot, Gelb und Grün wandern über das Interieur, während sich die Sonne bewegt, ganz anders im Charakter als die traditionelleren figürlichen Fenster der anglikanischen Liverpool Cathedral, einen kurzen Spaziergang entfernt. Das Gebäude beherbergt auch bedeutende Werke religiöser Kunst und eine Reihe von Seitenkapellen, die einen ausführlicheren Blick lohnen, wenn Sie nicht zwischen den beiden Kathedralen an einem Nachmittag hin und her hetzen.

Worauf man im Inneren achten sollte

Neben der Laterne aus Buntglas lohnt es sich, Zeit für den Kranz aus Seitenkapellen rund um das runde Kirchenschiff zu nehmen – mehrere davon zeigen bemerkenswerte moderne religiöse Kunst aus dem Bau von 1967 – sowie für den Hochaltar selbst, einen einzigen Block aus weißem Marmor, der von jedem Platz im Gebäude aus sichtbar ist. Auch das Äußere verdient einen ruhigen Rundgang: Die Aluminiumspitze in Form einer „Krone“ ist das meistfotografierte Merkmal der Kathedrale, und die bronzenen Eingangstüren tragen Reliefarbeiten, die man beim direkten Hineingehen leicht übersieht. Wer diese Art moderner Sakralarchitektur mag, findet in unserem Liverpool-Architekturführer die Kathedrale eingeordnet neben den georgianischen und viktorianischen Wahrzeichen der Stadt.

Ein kurzer historischer Überblick

  • 1930er Jahre — Edwin Lutyens beginnt mit dem Entwurf einer riesigen Kuppelkathedrale, die dem Petersdom in Rom Konkurrenz machen soll.
  • 1941 — Die Bauarbeiten kommen zum Erliegen, nachdem die Krypta fertiggestellt ist; der Zweite Weltkrieg und die Nachkriegskosten machen den vollständigen Entwurf unbezahlbar.
  • 1960 — Frederick Gibberds kleinerer, moderner Entwurf wird ausgewählt, um über der fertigen Lutyens-Krypta zu entstehen.
  • 1967 — Die heutige Kathedrale wird eröffnet und erhält schnell den Spitznamen „Paddy’s Wigwam“.

Vergleich der beiden Kathedralen

Metropolitan CathedralLiverpool Cathedral (anglikanisch)
StilModern, rund, 1967Neugotisch, erbaut 1904-1978
KonfessionRömisch-katholischChurch of England
HighlightBuntglas-LaternenturmTurmblick und weites gotisches Kirchenschiff
Typischer Besuch30-45 Minuten45-60 Minuten
Lage an der Hope StreetNördliches EndeSüdliches Ende

Alle Details zur anglikanischen Seite finden sich in unserem Liverpool-Kathedrale-Guide — die meisten Besucher, die beide an einem Tag besuchen, kommen mit 2,5-3 Stunden inklusive des Fußwegs dazwischen gut zurecht.

Beide Kathedralen kombinieren

Die Metropolitan Cathedral liegt am nördlichen Ende der Hope Street; die anglikanische Liverpool Cathedral liegt am südlichen Ende, etwa 10-15 Gehminuten entfernt, entlang einer Straße gesäumt von georgianischen Stadthäusern, unabhängigen Restaurants und der Philharmonic Hall. Beide Kathedralen bei einem Ausflug zu besuchen, ist eine der beliebtesten Halbtagesrouten der Stadt — beginnen Sie an dem Ende, das zur Logistik Ihres Tages passt, und betrachten Sie den Spaziergang selbst als Teil der Besichtigung, nicht als Lücke zwischen zwei Stopps. Unser Guide zum Georgian Quarter behandelt das Viertel zwischen beiden, einschließlich wo man unterwegs essen kann.

Geführte Touren

Wenn Sie Kontext sowohl zum Entwurf der Kathedrale als auch zum aufgegebenen Original von Lutyens von einem Guide vermittelt bekommen möchten, deckt die Liverpool Kulturerbe-, Geschichts- und Kulturwandertour typischerweise das Kathedralenviertel der Hope Street als Teil eines breiteren architektonischen und historischen Spaziergangs durch das Stadtzentrum ab. Für einen umfassenderen Sightseeing-Tag mit einem Stopp nahe der Kathedrale ist der Hop-on-Hop-off-Bus eine praktische Option, wenn Sie am selben Tag auch die Uferpromenade oder Anfield abdecken.

Praktische Besuchstipps

Die Hauptkathedrale ist kostenlos und täglich außerhalb der Gottesdienstzeiten geöffnet, wobei es sich als aktive Gebetsstätte lohnt, vor einem Sonntagsbesuch den Zeitplan zu prüfen, wenn Teile des Raums reserviert sein könnten. Die Lutyens-Krypta hat eigene Öffnungszeiten, die nicht immer mit denen der Hauptkathedrale übereinstimmen, prüfen Sie also beide, bevor Sie einen Kombibesuch planen. Fotografieren ist im Hauptraum im Allgemeinen erlaubt; Blitz und Stative können während Gottesdiensten eingeschränkt sein. Die Kathedrale liegt an einem der höher gelegenen Punkte im Stadtzentrum, sodass der Aufstieg (besonders von der Uferpromenade aus) eine echte Steigung bedeutet — nützlich zu wissen, wenn Sie dies mit einem vollen Lauftag anderswo kombinieren.

Anreise

Die Metropolitan Cathedral liegt etwa 15-20 Gehminuten vom Bahnhof Lime Street entfernt, größtenteils entlang der Mount Pleasant und hinauf zum nördlichen Ende der Hope Street. Sie liegt in der Nähe der Liverpool John Moores University und des Knowledge Quarter, sodass sich ein Besuch leicht mit dem World Museum oder der Walker Art Gallery kombinieren lässt, oder mit der St George’s Hall auf dem Rückweg zum Stadtzentrum.

So teilen Sie sich den Besuch der Kathedrale ein

Am lohnendsten erleben Sie das Gebäude, wenn Sie dem Drang widerstehen, in den ersten zwei Minuten alles zu fotografieren. Gehen Sie hinein, suchen Sie sich einen Sitzplatz und lassen Sie Ihre Augen sich anpassen. Da der Grundriss kreisförmig ist, erschließt sich der gesamte Raum auf einmal, und das farbige Licht aus dem Laternenturm verändert die Stimmung im Inneren je nach Wetter und Tageszeit. An einem grauen Tag leuchtet das Glas sanft; wenn die Sonne durchbricht, wandern die Farben über Boden und Wände. Viele Besucher finden es lohnend, nach dem Erkunden der Seitenkapellen an denselben Platz zurückzukehren, nur um zu sehen, wie sich das Licht verändert hat.

Wenn Sie mit Kindern oder mit jemandem unterwegs sind, der kein Architekturfan ist, funktioniert das Gebäude gut, weil es leicht zu verstehen ist. Es gibt kein langes Kirchenschiff, das man entlangtrotten muss, und die ungewöhnliche Form gibt jüngeren Besuchern Gesprächsstoff. Weitere Ideen, wie sich eine Familie zwischen den Sehenswürdigkeiten bei Laune halten lässt, finden Sie in unserem Ratgeber für Liverpool mit Kindern.

Das Äußere richtig würdigen

Viele fotografieren die Kathedrale von den Stufen vor dem Eingang und gehen dann weiter, doch das Äußere belohnt einen langsameren Rundgang. Die Form des Gebäudes verändert sich, während Sie darum herumgehen: Die Krone des Laternenturms, der Schwung des Daches und der breite Vorplatz wirken von jeder Seite anders. Früh oder spät am Tag ist das Licht dem Bauwerk gegenüber freundlicher, und bei klarem Himmel kommt die Krone am besten zur Geltung. Unser Beitrag die schönsten Fotospots in Liverpool enthält weitere Ideen, wie sich die Wahrzeichen der Stadt in Szene setzen lassen, und der Streetart-Führer für Liverpool ist eine gute Ergänzung, wenn Sie danach abseits der Hauptroute bummeln möchten.

Warum der Ort für Liverpool wichtig ist

Die Geschichte dieser Kathedrale ist eng mit der Geschichte der Stadt verbunden. Liverpools irische Wurzeln reichen tief, und der Spitzname des Gebäudes erinnert an diese Geschichte; unser Ratgeber zum irischen Erbe Liverpools zeigt, wie aufeinanderfolgende Einwanderungswellen Stadtviertel, Kirchen und die Alltagssprache geprägt haben. Die Kathedrale steht zudem in einer größeren Geschichte aus Ehrgeiz und Kompromiss: ein großartiger Plan wurde aufgegeben, ein kleinerer verwirklicht, und die Stadt hat sich schon lange immer wieder neu erfunden. Für das große Ganze ordnet unser Ratgeber zur Geschichte Liverpools das Gebäude in seinen Zusammenhang ein.

Einen Tag an der Hope Street planen

Da die beiden Kathedralen durch eine einzige Straße verbunden sind, lässt sich ohne Verkehrsmittel leicht ein ganzer Tag um sie herum gestalten. Sinnvoll ist es, morgens an der einen Kathedrale zu beginnen, mittags irgendwo an der Hope Street einzukehren und am Nachmittag bei der anderen zu enden. Wenn Sie daraus lieber einen längeren Kulturausflug machen möchten, ergänzen Sie eine Galerie oder ein Museum im nahen Knowledge Quarter, etwa die Victoria Gallery & Museum. Unser Kulturprogramm für zwei Tage zeigt, wie sich ein solcher Halt in eine größere Reise einfügt, und der Ratgeber für Liverpool an einem Tag hilft, wenn die Zeit knapp ist. Schlägt das Wetter um, ist auch das Programm für einen Regentag nützlich, denn die Kathedrale ist ein guter Halt im Trockenen.

Respekt vor dem Ort

Die Kathedrale ist neben ihrer Rolle als Wahrzeichen ein aktiver Ort des Gottesdienstes, deshalb kommt ein wenig Rücksichtnahme gut an. Sprechen Sie leise, gehen Sie nicht vor Betenden entlang und stellen Sie Ihr Handy stumm. Wenn gerade ein Gottesdienst stattfindet, warten Sie still oder kommen Sie später wieder, statt sich vorbeizudrängen. Bequeme Kleidung ist in Ordnung, doch die meisten Besucher empfinden es als angenehmer, in vernünftigen Schichten zu kommen, da große Gebäude aus Stein und Glas kühler wirken können als die Straße draußen. Wenn Sie sich bei etwas unsicher sind, weisen Ihnen Mitarbeitende und Freiwillige in der Regel gern den richtigen Weg. Weitere Hinweise, wie Sie das Beste aus Ihrer Reise herausholen, finden Sie in unseren Reisetipps für Liverpool.

Häufig gestellte Fragen zur Metropolitan Cathedral

Warum wird die Metropolitan Cathedral “Paddy’s Wigwam” genannt?

Der Spitzname kommt von ihrer markanten kegelförmigen, zeltartigen Form, kombiniert mit einem Verweis auf Liverpools große katholisch-irische Gemeinschaft (“Paddy” ist eine informelle, manchmal augenzwinkernde Bezeichnung für eine irische Person). Er wurde von Liverpudlians kurz nach der Eröffnung der Kathedrale 1967 liebevoll geprägt und ist seither geblieben, sogar in offiziellem Tourismusmaterial verwendet, obwohl er informell klingt.

Ist der Besuch der Metropolitan Cathedral kostenlos?

Ja, der Hauptraum der runden Kathedrale über der Erde ist kostenlos zugänglich. Die Lutyens-Krypta unter dem Gebäude, Teil eines aufgegebenen früheren Entwurfs, hat einen separaten kostenpflichtigen Eintritt (typischerweise wenige Pfund), da sie teilweise als kleine Ausstellungs- und Kulturerbefläche dient.

Warum wirkt die Kathedrale unfertig oder anders als ein typisches Gebäude über einer Krypta?

Weil sie in gewissem Sinne ein zweiter Versuch ist. Architekt Edwin Lutyens entwarf in den 1930er-Jahren eine riesige Kuppelkathedrale, die mit dem Petersdom in Rom konkurrieren sollte, aber nur die Krypta wurde vor dem Zweiten Weltkrieg fertiggestellt, und die Nachkriegskosten machten den vollständigen Entwurf unbezahlbar. Die heutige Kathedrale, entworfen von Frederick Gibberd und 1967 fertiggestellt, steht direkt auf jener unvollendeten Lutyens-Krypta.

Wie lange dauert ein Besuch?

30-45 Minuten für den Hauptraum der Kathedrale, oder eine Stunde oder mehr, wenn Sie auch die Lutyens-Krypta besuchen, die mehr zu lesen und zu entdecken bietet, als ihre Größe zunächst vermuten lässt.

Was ist die Bedeutung der Glasfenster?

Der zentrale Laternenturm ist mit lebhaft farbigen Glasfenstern von John Piper und Patrick Reyntiens gefüllt, die das runde Interieur mit farbigem Licht fluten, das sich im Tagesverlauf verändert — weithin als eine der eindrucksvollsten modernen Glasfensterinstallationen Großbritanniens angesehen und im Ton sehr anders als die traditionellen Fenster der nahegelegenen anglikanischen Kathedrale.

Ist sie mit der anglikanischen Liverpool Cathedral verbunden?

Nur geografisch und durch den gemeinsamen Namen “Kathedrale” — es handelt sich um unterschiedliche Konfessionen (diese ist römisch-katholisch, die andere anglikanisch), erbaut von völlig getrennten Architekten und Diözesen. Sie liegen an entgegengesetzten Enden der Hope Street, etwa 10-15 Gehminuten auseinander, und beide gemeinsam zu besuchen, ist eine beliebte Halbtagesroute.