Georgian Quarter
Georgian Quarter: Hope Street, Liverpools zwei Kathedralen, die Philharmonic und die beste Konzentration gehobener Gastronomie der Stadt.
Auf einen Blick
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Zwei Kathedralen, eine Straße
Das Georgian Quarter ist Liverpools architektonisch bemerkenswertestes Viertel, im 18. und 19. Jahrhundert entstanden, als die Kaufmannsschicht der Stadt in elegante Stadthäuser bergauf von den Docks zog. Sein Rückgrat, die Hope Street, ist eine der wenigen Straßen Großbritanniens, die zwei Kathedralen unterschiedlicher Konfessionen verbindet — die Liverpool Cathedral (anglikanisch) an einem Ende und die Metropolitan Cathedral of Christ the King (katholisch) am anderen —, eine Tatsache, die Einheimische wie Guides gleichermaßen gerne erwähnen, da sie wirklich ungewöhnlich ist.
Es ist ein ruhigeres, wohnlicher wirkendes Viertel als die Waterfront oder das Cavern Quarter, und sein Reiz liegt weniger darin, eine einzelne Attraktion abzuhaken, als die Architektur aufzunehmen und abends gut zu essen.
Liverpool Cathedral
Liverpool Cathedral ist die deutlich größere der beiden — sie ist die größte Kathedrale Großbritanniens und eine der größten der Welt, über 74 Jahre hinweg (1904-1978) in dramatischer neugotischer Architektur nach einem Entwurf von Giles Gilbert Scott erbaut, der erst 22 war, als er den Wettbewerb zu ihrer Gestaltung gewann. Der Turm bietet Panoramablicke über die Stadt und den Mersey für Besucher, die ihn erklimmen möchten, und die schiere Größe des Gebäudes lohnt sich zu erleben, auch ohne hinaufzusteigen.
Metropolitan Cathedral
Am gegenüberliegenden Ende der Hope Street bildet die Metropolitan Cathedral of Christ the King einen markanten Kontrast: ein modernistischer, kreisrunder Entwurf von 1967, lokal “Paddy’s Wingwam” genannt, gekrönt von einem Laternenturm mit Buntglas von John Piper, der das Innere in farbiges Licht taucht. Die beiden Kathedralen, an entgegengesetzten Enden derselben Straße stehend, mit rund 60 Jahren und einer völlig anderen architektonischen Philosophie zwischen ihnen, ergeben einen der interessanteren kurzen Spaziergänge der Stadt.
Die Hope Street selbst
Zwischen den Kathedralen bietet die Hope Street Liverpools beste konzentrierte Strecke gehobener Gastronomie, darunter die London Carriage Works und andere langjährige Restaurants im höheren Preissegment, neben der Liverpool Philharmonic Hall, Heimat des Royal Liverpool Philharmonic Orchestra und regelmäßig auch Konzertort für Gastspiele. Der Pub Philharmonic Dining Rooms nebenan lohnt einen Blick, auch ohne dort zu essen — sein prunkvolles viktorianisches Interieur, komplett mit den berühmt aufwendig gestalteten Herrentoiletten, die manchmal sogar Nicht-Gästen gezeigt werden, ist für sich genommen ein echtes Wahrzeichen der Stadt.
Zu Fuß erkunden
Eine Heritage- und Kulturwandertour ist eine gute Möglichkeit, das Georgian Quarter zusammen mit der übrigen Geschichte des zentralen Liverpool zu erleben, da ein Guide auf Details der georgianischen Häuserzeilen entlang der Rodney Street und Canning Street hinweisen kann, die sonst leicht übersehen werden. Für einen anderen Blickwinkel deckt die Hope-Street-Geistertour dieselben Straßen nach Einbruch der Dunkelheit mit ganz anderen Geschichten ab und bezieht die viktorianischen Friedhofsverbindungen der Gegend mit ein.
Die Rodney Street, direkt westlich der Hope Street, wird wegen ihrer Konzentration georgianischer Stadthäuser, in denen einst die Ärzte der Stadt praktizierten, manchmal Liverpools Harley Street genannt und ist eines der besterhaltenen georgianischen Straßenbilder der Stadt — William Gladstone, der spätere Premierminister, wurde 1809 in dieser Straße geboren.
Anreise
Vom Lime Street sind es etwa 15 Gehminuten bergauf, oder eine kurze Busfahrt, falls die Steigung lieber vermieden werden soll. Das Georgian Quarter grenzt naturgemäß an das direkt nördlich gelegene Knowledge Quarter, Heimat der Universitätscampusse und mehrerer Museen der Stadt, was es einfach macht, beide zu einem einzigen Nachmittag zu kombinieren.
Konzerte und Veranstaltungen
Die Liverpool Philharmonic Hall bietet eine volle Saison klassischer Konzerte neben Gastspielen zeitgenössischer Acts, und ein Blick auf das Programm lohnt sich unabhängig vom üblichen Musikgeschmack — das Art-déco-Interieur von 1939 ist ein großer Teil des Erlebnisses. Die Gegend liegt zudem nahe der jährlichen Route des Liverpool-Pride-Marsches Ende Juli, der durch Teile des Stadtzentrums führt, bevor er an der Waterfront endet.
Häufig gestellte Fragen zum Georgian Quarter
Warum hat die Hope Street zwei Kathedralen?
Es ist eher ein historischer Zufall als ein Plan — Liverpool Cathedral (anglikanisch) und die Metropolitan Cathedral (katholisch) wurden im Laufe des 20. Jahrhunderts unabhängig voneinander erbaut und liegen zufällig an entgegengesetzten Enden derselben Straße, was der Hope Street ihren ungewöhnlichen Doppelkathedralen-Charakter verleiht.
Kann man den Turm der Liverpool Cathedral erklimmen?
Ja, der Turm ist gegen Gebühr für Besucher geöffnet und bietet Panoramablicke über die Stadt und den Mersey.
Ist die Hope Street gut für ein schönes Abendessen?
Ja, sie bietet die beste Konzentration gehobener Restaurants der Stadt, darunter langjährige Namen wie die London Carriage Works.
Wie weit ist das Georgian Quarter vom Stadtzentrum entfernt?
Etwa 15 Gehminuten bergauf von der Lime-Street-Station, oder eine kurze Busfahrt.
Was sind die Philharmonic Dining Rooms?
Ein viktorianischer Pub neben der Philharmonic Hall, bekannt für sein prunkvolles Interieur, einschließlich der berühmt aufwendig gestalteten Herrentoiletten, die als kleines Wahrzeichen der Stadt gelten.