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Anfield
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Anfield

Anfield-Guide: Stadion- und Museumstouren, Anreise, Pubs vor dem Spiel, Ticket-Realität, Stanley Park und der Vergleich mit Evertons neuem Stadion.

Auf einen Blick

Best time Jeder Tag ohne Heimspiel für Touren; Spieltage für Atmosphäre, wenn ein Ticket vorhanden ist
Days needed Ein halber Tag für eine Tour, ein ganzer Abend für ein Spiel
Entfernung vom Stadtzentrum 2 Meilen, 15-20 Min. mit Bus oder Taxi
Kapazität 61.000+ (nach dem Anfield-Road-Ausbau)
Museum und Tour An Heimspieltagen geschlossen
Park in der Nähe Stanley Park
Best for: Fußballfans · LFC-Pilger · Groundhopper

Die Heimat von Liverpool FC

Anfield ist seit der Gründung des Klubs 1892 die Heimat von Liverpool FC und gilt bis heute als eines der stimmungsvollsten Stadien im englischen Fußball, besonders an europäischen Abenden, wenn der Kop vor dem Anpfiff You’ll Never Walk Alone singt. Das Stadion ist über die Jahrzehnte stetig gewachsen, zuletzt durch den 2023-24 abgeschlossenen Ausbau der Anfield-Road-Tribüne, der die Kapazität auf über 61.000 Plätze brachte. Für Besucher liegt es tatsächlich 2 Meilen nördlich des Stadtzentrums in einem Wohnviertel von Liverpool, das sich völlig anders anfühlen kann als die herausgeputzte Waterfront — enge Reihenhausstraßen, die sich rund um das Stadion entwickelt haben, was durchaus zur Sache gehört, wenn man wegen des fußballhistorischen Erbes hier ist und nicht nur wegen des Spiels selbst.

Stadion- und Museumstouren

An Tagen ohne Heimspiel führt eine Anfield-Stadion- und Museumstour durch die Umkleidekabinen, den Spielertunnel und an den Spielfeldrand, gefolgt vom LFC-Museum, das die Trophäengeschichte des Klubs einschließlich sechs Europapokalsiegen zeigt. Das Museum allein ist auch als eigenständiges LFC-Museumsticket erhältlich, falls der Stadionrundgang übersprungen werden soll. Für eine ausführlichere Variante fügt eine Anfield-Tour mit Legenden-Fragerunde eine Session mit einem ehemaligen Spieler hinzu, was den Aufpreis wert ist, wenn eine bestimmte Ära des Klubs von besonderem Interesse ist.

Entscheidend: Touren werden an Heimspieltagen ausgesetzt, manchmal auch schon am Tag zuvor wegen der Platzpflege — daher immer den Spielplan prüfen, bevor ein Besuch um eine Tour statt um ein Spiel herum geplant wird.

Anreise nach Anfield

Direkt an Anfield gibt es keinen Merseyrail-Bahnhof, was manche Erstbesucher überrascht. Die einfachste Route vom Stadtzentrum ist der Bus 26 oder 27, der etwa 15-20 Minuten braucht, oder ein Taxi über dieselbe Strecke zu einem vorab vereinbarten Festpreis. An Spieltagen werden die Straßen rund um das Stadion schon lange vor Anpfiff für den allgemeinen Verkehr gesperrt, also zusätzliche Gehzeit von der Stelle einplanen, an der Bus oder Taxi tatsächlich noch halten können.

Pubs vor dem Spiel

Rund um Anfield gibt es eine echte Vorspiel-Pub-Kultur, wobei viele der traditionellen, stadionnahen Pubs an Spieltagen speziell eine Politik für Stammgäste und auswärtige Fans mit Ticket verfolgen, statt für zwangloses Vorbeischauen offen zu sein. An Tagen ohne Spiel funktionieren die Pubs ganz normal und sind eine gute Möglichkeit, etwas Stadionatmosphäre aufzusaugen, ohne ein Ticket zu benötigen.

Evertons Hill Dickinson Stadium

Everton, Liverpools Stadtrivale, ist zur Saison 2025-26 aus dem Goodison Park (heute geschlossen) in das neue Hill Dickinson Stadium am Bramley-Moore Dock umgezogen, ein markantes Stadion direkt am Wasser, eine kurze Taxi- oder Busfahrt nördlich des Stadtzentrums entlang der Dockstraße — geografisch näher an der Pier-Head-Waterfront als Anfield. Die beiden Stadien liegen inzwischen in ganz unterschiedlichen Umgebungen: Anfield eingebettet in ein Wohnviertel, das Hill Dickinson Stadium an der offenen Waterfront — und beide auf einer einzigen fußballzentrierten Reise zu vergleichen, ist ein wirklich besonderer Liverpool-Tag, den nur wenige andere Städte bieten können.

Stanley Park

Zwischen Anfield und der ehemaligen Stelle von Goodison Park erstreckt sich der Stanley Park, ein großer viktorianischer Park, der historisch die beiden Rivalenstadien trennte und einen Spaziergang wert ist, wenn vor oder nach einer Tour Zeit bleibt — ein grüner, ruhiger Kontrast zu den Stadionstraßen auf beiden Seiten.

Tickets: die ehrliche Lage

Tickets für Spiele von Liverpool FC sind für gelegentliche Besucher ohne Mitgliedschaft oder langjährige Beziehung zu einem Ticketprogramm tatsächlich schwer zu bekommen — das sollte man wissen, bevor eine Reise gezielt um den Besuch eines bestimmten Spiels herum geplant wird. Hospitality-Pakete und offizielle Ticketbörsen existieren, verlangen aber einen deutlichen Aufpreis gegenüber dem Nennwert. Wenn ein Live-Spiel wichtiger ist als eines ausgerechnet in Anfield, erweitert ein Blick auf die Spielpläne von Liverpool und Everton sowie nahegelegener Klubs die Möglichkeiten erheblich.

Häufig gestellte Fragen zu Anfield

Kann man Anfield an einem Spieltag besuchen?

Nein, Stadion- und Museumstouren werden an Heimspieltagen ausgesetzt, manchmal auch am Vortag. Vor der Buchung einer Tour den Spielplan prüfen.

Wie kommt man vom Stadtzentrum nach Anfield?

Der Bus 26 oder 27 braucht etwa 15-20 Minuten vom Zentrum, alternativ ein Taxi über dieselbe Strecke. Einen direkten Merseyrail-Bahnhof am Stadion gibt es nicht.

Ist es als Besucher einfach, Tickets für Liverpool-FC-Spiele zu bekommen?

Nicht ohne Weiteres — Tickets im freien Verkauf sind begrenzt, und Mitgliedschaft oder Ticket-Historie spielen meist eine Rolle. Offizieller Weiterverkauf und Hospitality-Pakete existieren, kosten aber deutlich mehr als der Nennwert.

Wie weit ist Anfield von Evertons neuem Stadion entfernt?

Das Hill Dickinson Stadium am Bramley-Moore Dock liegt einige Meilen entfernt entlang der Waterfront, etwa 15-20 Minuten mit Taxi oder Bus von Anfield, und näher am Stadtzentrum und an Pier Head als Anfield.

Lohnt sich Anfield auch ohne Fußballinteresse?

Bei jedem Interesse an Fußballkultur oder europäischer Fußballgeschichte lohnt es sich — Museum und Tour liefern echten Kontext. Ansonsten hat es für einen ersten Liverpool-Besuch eine niedrigere Priorität als die Waterfront oder die Beatles-Stätten.